(Ver)Kommen, (Dran)Bleiben und (Ab)Gehen - Ein Lausitzdrama in drei Akten

Teil 3 - (Ab)Gehen

„Radikal und naiv sind die, die behaupten,
dass unsere Welt in 10 Jahren
noch so aussehen kann, wie heute.“
(Maja Göpel)

Abgehen Illustration 03 201220 klein

© Anne Isensee

 

Letztens ist etwas Verwunderliches passiert. Eine Ente, die in einem hessischen Tümpel vor sich herschnabelte, erhob sich plötzlich und flog los. Aber nicht einfach mal in den Nachbarsteich ein Dorf weiter. Iwo, sie flog ganze 2250 km Non-Stop (!) bis nach Oblast Jaroslawl. Das liegt in Russland. Und diese Ente – die glücklicherweise einen GPS-Sender der Universität Gießen an sich trug - legte diese Strecke innerhalb von zwei Tagen und drei Stunden zurück. Bis heute kann sich niemand erklären, was diese Stockente genau dazu bewog, so plötzlich, so schnell[1] und so weit weg zu fliegen. Bis heute ist sie womöglich nicht zurückgekehrt. Sie schnattert irgendwo 300 km nördlich von Moskau herum und scheint diesen radikalen Umbruch gut verkraftet zu haben.

Der erste Gedanke: Warum Nordrussland? Was soll da so viel besser sein als in Mittelhessen? Und zweitens: Wie kann diese Ente jemals auf die Idee kommen, so eine Reise anzutreten, wenn ihre Artgenossen doch bekanntermaßen so dermaßen faul und fixiert sind, dass sie ihren Geburtsort fast nie verlassen. So faul, dass sie selbst einen Winterurlaub als unverhältnismäßig große Anstrengung empfinden und sich lieber von Menschen mit Brot bewerfen lassen.

Achtung, jetzt kommt ein Gedankentwist: Wenn heute junge Wissenschaftler*innen versuchen, eine Welt zu entwerfen, die am Anfang sehr viel Anstrengung verlangt, aber im Einklang mit unseren natürlichen Ressourcen steht, eine Welt in der andere Parameter für Lebensqualität und Entscheidungsfindungen gesetzt werden und darüber z. B. mit schrecklichen Talkshowmoderatoren[2] auf rbb sprechen, dann tauchen genau diese beiden Fragen auf. Erstens: Warum sollte es Menschen in dieser anderen Welt tatsächlich besser gehen? Und zweitens: Menschen sind so faul und bequem, die lassen sich doch lieber mit Amazon-Paketen bewerfen als diesen radikalen und ergebnisoffenen Weg einzuschlagen? Ich denke mir, Alter, ist das wirklich euer Ernst? Wenn das eine einzelne Ente[3] schafft, wieso schaffen wir das nicht?

Der heiße Stuhl

Als die Politökonomin und Klimaaktivistin Maja Göpel in dem wegweisenden rbb-Interview nach minutenlanger Reduzierung auf ihr Äußeres und Persönliches ihr Gegenüber mit schärfsten Argumenten in geradezu feministischer Sach- statt Bilderbuch-Manier vermöbelte und ich dazu mein Mittagessen genüsslich in mich reinschaufelte, versuchte ich, mich innerlich auf diesen heißen Stuhl zu (ver)setzen. Ich stellte fest, dass ich vor Wut schon längst geheult hätte. Dass ich meine Emotionen, wenn ältere Männer mir Expertise absprechen, meine Argumente verdrehen und offensichtlich ein grundsätzliches Interesse daran haben, mich klein zu halten, einfach nicht unter Kontrolle habe. Ich stehe im Eifer des Gefechts dann so unter Strom, dass ich all die perfiden und unpassenden Aussagen nicht richtig einordnen und darauf reagieren kann. Meine Haut fängt dann an zu kribbeln, darunter pocht der Puls und meine Zunge presst sich wie von selbst ganz fest an meinen Gaumen. Und wenn dieser Strom abbricht oder unter zu großer Spannung steht, dann knallt die Sicherung raus. Ich habe noch keine Methode gefunden, das zu unterbinden. Falls jemand Tipps hat, nur her damit. Es würde mir und meinen Gegenübern auf jeden Fall sehr weiterhelfen.

Im September saß ich am Einlass der ZUKUNFTSVISONEN mit Eva Illouz‘ Buch „Warum Liebe weh tut“ in der Hand. Dieses Buch gilt als DAS soziologische Standardwerk, um unser modernes Verhältnis zu Liebe, Beziehungen und Romantik zu erklären. Ein älterer Gast beugte sich über das Kassenhaus und fragte mich, was ich denn da lesen würde. Ich freute mich über sein Interesse und die Möglichkeit, über mein neues Lieblingsbuch zu schwärmen. Seine Antwort auf meine Begeisterung war zusammengefasst die Folgende: „Das was da drinsteht, haben Erich Fromm und Wilhelm Reich schon längst vor hundert Jahren erklärt! Kennst du die Psychoanalyse, die Kunst des Liebens? Weißt du denn überhaupt, wann die moderne Welt begann?“. Ich blickte verdutzt nach oben. Unglücklicherweise bestand mein heißer Stuhl aus einem knautschigen Campinghocker, der mich hinter dem Kassenhäuschen komplett versinken ließ. Doch meinem Studium sei Dank, konnte ich Zahlen, Unterschiede und Büchernamen gekonnt herunterrasseln. Ich konnte es aber auch nicht lassen, ihn darauf hinzuweisen, dass er nicht behaupten könne, Fromm und Reich hätten schon längst alles gesagt, wenn er doch ganz offensichtlich noch keinen einzigen Blick in dieses Buch geworfen hatte.

Ich glaube, in diesem Moment wurde ihm sein Problem, das er schon vorher mit mir (und wahrscheinlich mit der reflexiven Moderne insgesamt) hatte, bewusst und er schoss los. Sich aufbäumend erklärte er mir, dass ich mich zu wichtig nehmen und mich vor gutgemeinter Wissensvermittlung verschließen würde. Und dass dies ein Zeichen reaktionären Verhaltens sei. Ich antwortete, dass ich bisher davon ausgegangen war, sein Interesse gelte dem Buch, aber sein Interesse, mich grundlos zu belehren sei anscheinend größer. Abgesehen davon empfände ich seine Art und Weise hier vor mir zu stehen und mich zu duzen als autoritär und unpassend und deswegen hätte ich keine Lust mehr auf dieses Gespräch. Daraufhin schaffte er es, innerhalb von zwei Minuten den kompletten Bogen umzudrehen und mich als hysterische, verschlossene und taube Nuss darzustellen. Ich solle ihm doch einfach zuhören und Danke sagen. Ich solle ihm dankbar sein. Ich schüttelte mich und meinen Kopf. Ich konnte ihn und sein absonderliches Halstattoo nicht mal mehr anschauen. Ich konnte nichts anderes tun als „Nein, Nein! Auf keinen Fall!“ zu stottern.

Mein Arsch verbrannte auf dem heißen Campingstuhl. Ich fühlte mich ohnmächtig, klein und unfair behandelt. So oft würde ich gern außerhalb dieses Gefühls stehen. Ich hätte mir nichts lieber gewünscht, als wie Maja Göpel auf diesem Stuhl zu sitzen, keine Miene zu verziehen, persönliche Befindlichkeiten an den Rand zu stellen, Grenzen aufzuzeigen und wenn nötig ihm ein sachliches Argument nach dem anderen an den Kopf zu knallen.

Gewitter im Kopf

Aber manchmal ist der Drops eben gelutscht. Manchmal fehlen die Worte, die Lust, die Energie. Wenn eine mutige Frau sich auf den Kraftakt einer sachlichen Online-Diskussion einlässt und in der Kommentarspalte Antworten wie „Du bist ja augenscheinlich eine recht hübsche Frau, hast mir aber ein wenig zu viel Gewitter im Kopf.“ erntet, dann ist der Drops gelutscht. Wenn eine Frau sich persönlich angreifen lassen muss, weil sie einen fundierten Widerspruch gegen eine Parkhauseinfahrt in der Görlitzer Innenstadt einlegt, welche wiederum zum neuen Kaufhaus führt, das „das Zentrum beleben soll“[4], dann ist der Drops gelutscht. Wenn eine Frau sich dafür einsetzt, dass ein transparenter Stadtentwicklungsprozess eingeleitet wird, anstatt denkmalgeschützte Wächterhäuser für diese Einfahrt einfach abzureißen und ihr daraufhin von anderen Bewohner*innen die Mitsprache aberkannt wird, weil sie erst fünfzehn Jahre hier lebt, aber man nur qua Geburt echte Görlitzerin sein darf, puh ja, auch dann ist der Drops gelutscht.

Wenn mir engagierte Görlitzer*innen heute erzählen, dass sich die Stimmung in diesem Ort zunehmend verhärtet und frontaler wird, dann sorry, aber ich finde, dafür ist es höchste Eisenbahn. All diese Konflikte wummern schon lange unter der Oberfläche, der Streit um das Kaufhaus ist nur ein Symptom davon. Hier treffen tradierte Vorstellungen auf neue, gemeinwohlorientierte Ideen, die an manch anderem Ort viel weniger Diskussion benötigen. Im alten Karstadt am Hermannplatz sind sie zum Beispiel Realität. Hier hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) nun temporär einen Re-Use-Store mit gebrauchten und kostengünstigen Möbeln und Waren eingerichtet, die bei ihnen entsorgt werden. Das Dienstleistungsunternehmen der öffentlichen Hand zeigt mit dieser Aktion, dass auch Verwaltungen innovative, mutige und nachhaltige Impulse setzen können, anstatt immer nur auf die richtigen Investor*innen zu warten. Die BSR wird nicht nur für diese Idee seit Jahren von den Berliner*innen gefeiert. Auch das Landratsamt Görlitz geht einige Schritte voran: In der Eingangshalle der Behörde steht eine Vitrine, die temporär wechselnd Produkte aus der Region vorstellt. Ins Leben gerufen hat sie die Initiative „Du hast die Wahl, kauf lokal!“, die sich für eine nachhaltige Wertschöpfung im Landkreis einsetzt. Dreimal dürft ihr raten, wer diese Idee hat Wirklichkeit werden lassen und damit zunächst auf Misstrauen gestoßen ist: Eine junge Frau!

Eine Überzeugung ist kein Umsonstladen!

Wandel lässt sich nicht anordnen, er muss von unten unterstützt werden. Wenn Institutionen oder Verwaltungen es selbst nicht gebacken kriegen, bestimmte Prozesse oder Aufgaben, wie einen Kulturentwicklungsplan oder eine klimafreundliche Stadt 2030 auf die Reihe zu kriegen, dann sollten sie sich lokale Akteur*innen schnappen, die sich in der Praxis damit beschäftigen und mit ihnen kooperieren. Sie sollten diese Menschen aber auch angemessen für ihre Arbeit wertschätzen oder bezahlen. Wie viele Stunden ein Kollege von mir in die Beratung, Begleitung und Netzwerkarbeit städtischer und regionaler Projekte gesteckt hat, ohne auch nur einen Cent dafür zu sehen, darf man gar nicht erzählen. Mach ich aber trotzdem. Denn er tut das aus Überzeugung und weil er ein persönliches Interesse daran hat, dass es in diesen Bereichen vorangeht. Aber dennoch sollte klar sein: Seine Überzeugung ist kein Umsonstladen, in dem man sich bedienen kann, wenn die eigene Expertise fehlt.

Mein Freund fragte mich letztens, was ich eigentlich so toll daran finde, Leuten Dinge zu erklären, die ich für selbstverständlich halte. Ich dachte eine Weile darüber nach und stellte fest: Gar nichts. Eigentlich hätte ich antworten sollen, denk doch selber mal drüber nach, du bist Lehrer. Aber dann hätten wir wieder über eine mögliche Zukunft in Görlitz diskutiert und darüber, dass er keine Lust hat, im Kollegium, das ausschlaggebend für einen angenehmen Arbeitsalltag ist, Dinge zu erklären, die er für selbstverständlich hält. Zum Beispiel, dass er als Lehrer ein Piercing tragen kann, dass er sich vehement gegen die antidemokratische Haltung der AfD positionieren darf, dass eine kollegiale Fallberatung kein Fremdwort, sondern fester Baustein einer sich unterstützenden Lehrer*innenschaft ist. Mittlerweile kann ich verstehen, warum er keine Lust hat, mir aus Berlin hinterherzuziehen. Ich kann mir in Görlitz meine Nische suchen, er als junger Lehrer wird es schwerer haben.

Als ich ihm 2019 eröffnete, dass ich Berlin verlassen will, war die Frage nicht, ob ich das kann oder darf. Die Frage war, wie wir damit sinnvoll umgehen und was wir daraus machen. Dazu gehörte die Bereitschaft, dieser Phase ein Enddatum und eine Aussicht zu verpassen. Nach kürzester Zeit wurde mir klar, ich kann nicht mehr in die Großstadt zurück. Nach mehreren erfolglosen Überzeugungsversuchen und wachsendem Verständnis meinerseits war der andere Weg ebenfalls verbaut. Ich erinnere mich an seinen Ausdruck „Ab vom Schuss!“. Damit meinte er nicht (nur) die Größe und Lage dieser Stadt, fernab seiner Heimat und Bezugspersonen. Er meinte wohl im Kern eine Art von Mentalität. Und natürlich gibt es auch das ganz andere Ostsachsen und ein riesiges Dazwischen, das ich hier hoffentlich ausreichend gefeiert habe und von dem ich auch gern länger Teil gewesen wäre. Als ich vor Kurzem erfuhr, dass meine tote Oma aus Ebersbach-Neugersdorf kam, war das ein total sinnloser Grund mehr, warum ich mich hier so heimisch fühle.

Zynische Leserinnen könnten jetzt enttäuscht sein. Boah, das ist ernsthaft das Ende dieses Dreiteilers? Ausgerechnet irgend so ein cis-Typ verbaut ihr die Zukunft in der Region, weil er tausend unbegründete Vorurteile gegenüber Ostsachsen hat? Kann der nicht mal ein paar Opfer für seine Frau bringen? Wir stecken doch schon seit Jahrhunderten für das männliche Geschlecht zurück!

Lasst mich erklären. Als selbsterklärte Feministin zwinge ich niemanden, Dinge zu tun, die er oder sie nicht will. Ich selbst entscheide, welchen Dingen ich Wert beimesse. Dieser Mann hat Wert für mich. Der Wert in einer Partnerschaft beruht auf Gegenseitigkeit. Ich hätte mich auch nicht zwingen lassen, nach Hessen oder Nordrussland zu ziehen. Wir haben einen guten Kompromiss gefunden. Wir ziehen nach Halle. Das ist in der Mitte von allem - Ost und West, Groß und Klein, Sachsen und ein bisschen Anhalt. Ich freu mich drauf.

Aber ich werde auch sehr viele Dinge vermissen. Am meisten meine Nachbarschaft. Frau Schröder[5] aus dem Erdgeschoss. Die irgendwann so mutig war, mir zu erzählen, dass sie sich einsam fühlt. Mit der ich seitdem ab und an Krümelkaffee trinke und Fröbelsterne bastle. Die Frau aus dem Dachgeschoss, mit der ich mich nach einem emotionalen Gespräch stumm auf dem Wäscheboden umarmte[6]. Die mir bis heute ungefragt Kürbissuppe, Kartoffeln oder Petersilie schenkt. Der Herr von der Hochparterre, der immer grimmig am Fenster steht und raucht. Der aber gar nicht grimmig ist, allen ein schönes Wochenende wünscht und wohl mehr Geheimnisse über die Nachbarschaft in sich trägt, als wir uns je vorstellen können. Meine leckere SOLAWI vom Lindenhof, die mir beigebracht hat, jede Rübe zu schätzen und alles zu verbraten. Der Neißeweg an der Obermühle, der einzige Ort auf der Welt, an dem ich mich überwinden konnte zu joggen. Das beste Baba Ganoush, gegen das die Imbisse in Neukölln einpacken können. Der Leipziger Platz, mein Lieblingsplatz. Weil er dreieckig, leer, pittoresk und schräg ist. Weil da eine Bank unter einem Baum steht und man von dort aus davon träumen kann, wie es wäre, wenn er sich mit Leben füllen würde. Das grüne Örtchen, nun ganz ohne Gerüst, das zeigt, wie sich mit Schweiß, Geduld und Gemeinschaftsgeist ein ganzes Haus mit Leben und Schönheit füllt. Naja, und von den Highlights der Görlitzer Umgebung muss ich jetzt gar nicht erst anfangen, sonst geht das große Heulen wieder los.

Ein neuer Freund will mir zum Abschied die Beine brechen, damit ich nicht weggehen kann. Rina vom Grünen Örtchen sagt, Görlitz braucht eine Umzugssperre. Ich plädiere für ein gesteuertes Abflusssystem, dass alle jungen Menschen von Berlin über Leipzig, Dresden, Erfurt und Jena bis hier her leitet. Ein paar manipulierte Weltverschwörungs-GPS-Sender, die Enten aus Aachen und Duisburg dazu bringen werden, ganz plötzlich und grundlos hier her zu fliegen.

In Halle gibt es einen Stadtteil, der heißt Frohe Zukunft. Falls es dort Menschen gibt, die sich davon nichts mehr versprechen, werde ich ihnen von Görlitz erzählen. Ich werde nur Gutes berichten, versprochen!

 

[1] Durchschnittsgeschwindigkeit 125km/h

[2] Die nicht nur Thadeusz heißen, sondern sich genauso spaßgebremst wie bei SpongeBob verhalten

[3] Und das ganz ohne menschliche Vorstellungskraft

[4] Haha, ich lache, was Karstadt und Galeria Kaufhof nicht schaffen, schafft Herr Stöcker auf jeden Fall!

[5] Name geändert

[6] Als das noch ging und ganz normal war

 

Lisa W...

... hat ihre Arbeit, ihren Partner und ihre Freund*innen in Berlin gelassen, um der Großstadt endgültig den Rücken zu kehren und in Görlitz "Management sozialen Wandels" zu studieren. Im Lausitzdrama in drei Akten berichtet sie über ihr Ankommen, Bleiben und Gehen. Zu finden auf Instagram unter helga_wolke

 

Anne Isensee...

... ist Animatorin und Regisseurin für Animations-Kurzfilme und Musik Videos aus Berlin. Sie studierte Animation an der Filmuniversität Babelsberg und der École nationale supérieure des arts décoratifs Paris. Seit 2020 studiert sie als Fulbright-Stipendiatin an der School of Visual Arts New York im Master Computer Arts. Ihre Kurzfilme "Megatrick", "Ich Will" und "1 Flasche Wein" werden auf Internationalen Festivals gezeigt.

https://www.anneisensee.com/ | https://vimeo.com/user41831769